Der Pudel ist unter allen Hunden die zweit intelligenteste und vom Erscheinungsbild die vielseitigsten Rasse. Ein besonderer Vorteil des Pudels ist, dass er nicht haart. Zu Unrecht wird er wegen seiner Frisuren oft belächelt oder sogar verspottet, denn unter dem krausen Haar verbirgt sich ein toller und vielseitiger Vierbeiner, der seinen Menschen viel Freude bereitet.

 

Sinnsprüche wie: „Wenn es kein Pudel ist, ist es nur ein Hund“, „Es ist kein Hund, es ist ein Pudel“ oder „Alles was dein Hund kann, mein Pudel kann es besser“ zeigen es deutlich: Der Pudel ist in der Hundewelt etwas ganz Besonderes.

 

Er ist hochintelligent und extrem lernfreudig. Der Pudel hat, ordentlich gezüchtet, ein hervorragendes Wesen, ist sehr kinderfreundlich, aber auch wachsam. Er ist der ideale Familienhund und ein sehr treuer Begleiter.

 

Die Bezeichnung "Pudel" stammt vom alten deutschen Ausdruck "Pfudel" oder „budeln“, was so viel wie Pfütze bedeutet. Er wurde als Wasser -, Jagd-, und Hütehund eingesetzt. Schon im 15. Jahrhundert wurde der Pudel als "canis familiaris aquaticus" beschrieben, was "Wasserhund" bedeutet. Und eine Besonderheit: Auch heute noch hat der Pudel Schwimmhäute zwischen den Zehen. Da der Pudel zur Wasserjagd verwendet wurde, entwickelten die Jäger eine Schur, die Lunge und Herz vor dem kalten Wasser schützte. Sie beließen das Fell über Stirn, Brust, Schulter und an den Fesseln. Damit er besser schwimmen konnte wurden die Bereiche um die Hinterschenkel, der Bauch und die Lenden geschoren. Auch das "Verzieren" des Kopfes mit farbigen Schleifen hatte durchaus seinen Sinn: Anhand der verschiedenfarbigen Schleifen am Kopf des Pudels konnten die Jäger die Hunde problemlos auseinander halten. Als später die kurzhaarigen Jagdhunde modern wurden verlor der Pudel seine Aufgabe, er war zu pflegeaufwändig. Nur noch ganz selten hielt sich ein Jäger einen Pudel. Das war die Wende vom Jagdhund zum Gesellschafts- und Begleithund. Heute ist er ein Familienhund und treuer Begleiter in allen Lebenslagen

 

Da er vom Körperbau ein sehr gesunder und leistungsfähiger Hund ist, ist er ist sehr vielseitig. Vom reinen Familienhund über Blindenbegleithund bis hin zum Rettungshund, es gibt für ihn keine Grenzen. Er liebt sportliche Betätigung wie Agility oder sonstigen Hundesport genau so wie einfach nur Spaziergänge mit seiner Familie. Der Großpudel war früher ein beliebter Jagdhund für die Wasserjagd (daher stammt auch die „affige“ Schur mit den Pommeln auf dem Hintern). In einigen wenigen Fällen werden Großpudel auch heute noch als Jagdhund geführt.

Der Pudel kann aber durchaus auch extremes leisten: Der amerikanische Musher John Sutor nahm mit seinen 6 Großpudeln 1989, 1990, und 1991 am schwersten Schlittenhunderennen der Welt, dem Iditarod durch Alaska teil. Er bewältigte die 1600 km lange Stecke zwar nicht als Sieger; aber er war eines der wenigen Gespanne die nicht aufgaben und das Ziel erreichten.

 


Eine weitere Verwendung des Pudels beruht auf seinem extrem feinen Geruchssinn: Er wurde (und wird zum Teil heute noch) gerne als Trüffelsuchhund verwendet.


Es gibt den Pudel in 4 Größen:

Toypudel: Über 24 cm bis 28 cm
Zwergpudel: Über 28 cm bis 35 cm
Kleinpudel: Über 35 cm bis 45 cm
Großpudel: Über 45 cm bis 60 cm (+ einer Toleranz von 2 cm)

Zudem gibt es den Pudel in folgenden Farben: Schwarz, Weiß, Braun, Silber, Apricot, Rotfalb, Harlekin (schwarz/weiß), Black and Tan (schwarz/lohfarben)

Was uns immer wieder selbst erstaunt: Jeder Farbschlag hat seinen eigenen Charaktereigenschaften. Hierzu haben wir bei unseren Großpudeln folgende Beobachtungen gemacht: Die Schwarzen waren sehr temperamentvoll und jagdfreudig, unsere Weißen sind ruhig und sehr selbstbewusst und die Silbernen sind erst mal vorsichtig.
Bei den Zwergpudeln ist es bei Black und Tan so das dieser Farbschlag dazu neigt bei Aufregung fürchterlich zu zittern.
Die silbernen Zwerge sind sehr aufgeschlossen aber furchtbar sensibel.

Was vor der Anschaffung zu bedenken ist: Der Pudel kommt aufgrund seiner Haarbeschaffenheit nicht ohne Pflege aus. Regelmäßiges Bürsten und kämmen sowie ein regelmäßiger Besuch im Hundesalon sind unerlässlich (oder man badet und schneidet selbst). Dass die Pflege aber letztendlich gar nicht so aufwändig ist können Sie auf der Seite Pflege nachlesen. Davon braucht sich niemand abschrecken zu lassen.

Der Pudel schläft am liebsten weich und warm was dazu führt wenn er mit im Schlafzimmer schläft das sie ihn eventuell im eigenen Bett wiederfinden. Dazu müssen sie ihm einige weiche Körbchen und Decken als Alternative bieten und sie müssen konsequent sein. Dann können sie dem entgehen.

Konsequenz ist bei der Pudel Erziehung das A und O, denn mit seiner Intelligenz steckt er uns so manches mal in die Tasche!


Historie:

Der Pudel wahrscheinlich eine der ältesten Rassen und seine Herkunft liegt weitesgehend im Dunkeln. Wahrscheinlich waren es Jagdhunde und zotthaarige Hütehunde, aus denen der Pudel entstand.

Bereits auf griechischen und römischen Reliefs aus der Zeit Kaiser Augustus ( 63 v. bis 14 n Chr.) sind pudelartige Hunde dargestellt, die in Löwenschur geschoren sind.

Im 15. Jahrhundert findet man derartige Hunde auf Gemälden und als Plastiken.

Auf dem Grabmal von Heinrich II findet man eine Pudeldarstellung von Tilmann Riemenschneider (1489).

Albrecht Dürer malte um 1500 mehrfach Pudel.

Der Schweizer Gelehrte Conrad Gesner schreibt 1551-1558 die "Historica animalum". Hier erwähnt er einen Wasservögel jagenden Hund, dem durch das Abnehmen der Haare an der hinteren Körperhälfte das Schwimmen erleichtert wurde.

Während der Revolutionskriege begleitete der Pudel die Armeen durch Frankreich und später die Feldzüge nach England, Spanien und Holland.


Die größte Verbreitung erlebte der Pudel im 18. Jahrhundert. Zu dieser Zeit waren die kleineren Varianten häufig als Begleiter von Damen der feinen Gesellschaft anzutreffen. Doch auch auf Jahrmärkten wurde der Pudel oft zur Schau gestellt, weil er wegen seiner besonderen Gelehrigkeit leicht allerlei Kunststücke lernte und diese dann dem amüsierten Publikum vorführen musste. Gegen 1860 endete die Glanzzeit des Pudels. Erst in den 20er Jahren stieg das Interesse an dieser vielseitigen Rasse wieder.

In den 60er Jahren avancierte er zum Modehund – das Schlimmste was einer Rasse passieren kann. Er wurde rein als schickes Accessoire gehalten. Vor allem bei den Studenten gab es viele Pudel, man bezeichnete sie als Coleurhunde und einige Verbindungen hatten sogar ihren eigenen Korpshund


Die ersten Rassekennzeichen des Deutschen Pudels wurden im Jahre 1880 in Berlin festgelegt. Um Anerkennung als Standardgebendes Land stritten Frankreich und Deutschland. Deutschland hatte zu dieser Zeit bereits sehr viel im Zuchtgeschehen um den Pudel geleistet. Frankreich erhielt das Recht auf das Standardland erst, als Deutschland offiziell darauf verzichtet hatte.

Die größte Verbreitung erlebte der Pudel im 18. Jahrhundert. Zu dieser Zeit waren die kleineren Varianten häufig als Begleiter von Damen der feinen Gesellschaft anzutreffen. Doch auch auf Jahrmärkten wurde der Pudel oft zur Schau gestellt, weil er wegen seiner besonderen Gelehrigkeit leicht allerlei Kunststücke lernte und diese dann dem amüsierten Publikum vorführen musste. Gegen 1860 endete die Glanzzeit des Pudels. Erst in den 20er Jahren stieg das Interesse an dieser vielseitigen Rasse wieder.




Zum guten Schluss: Als Pudelliebhaber befindet man sich in bester Gesellschaft. Alle diese berühmten Persönlichkeiten teilten / teilen ihr Leben mit einem Pudel:

die Jacob Sisters, Rosemarie Nittribit, Ludwig van Beethoven, Eduard Mörike, Fürstin Gracia Patricia von Monaco, Prinz Bernard der Niederlande, Winston Churchill, Jack Lemmon, Arthur Schopenhauer, Richard Wagner, George Sand, Kaiserin Fara Diba, Heinrich Heine, Frédéric Chopin, Wladimir Putin, Willhelm Busch, Madame de Pompadour, Maria Callas, Thomas Mann, und viele mehr.....